Wildgößl – Salzofen

Der Wildgößl 2062m und der Salzofen 2070m sind häufig besuchte Aussichtsgipfel im Toten Gebirge.
Aufgrund der zentralen Lage sind die möglichen Zustiegswege eher lang und erfordern eine dementsprechende gute Kondition und Ausdauer. Die hier beschriebene Tour zählt mit ca. 23km und 1900hm zu den längeren Varianten. Dennoch sollte man sich den besonderen Ausblick in die unendlich scheinenden Weiten des Hochplateau des Toten Gebirge nicht entgehen lassen.

Startpunkt der Tour ist der gebührenpflichtige Parkplatz in Gößl/Grundlsee. Von dort aus wandert man zuerst auf der asphaltierten Toplitzseestraße wenige hundert Meter entlang, ehe man bei einer Brücke links dem „Breuer Franzl Steig“ folgt. Man gewinnt schnell an Höhe und man überquert nach ca. 250hm eine Forststraße. Nach wenigen weiteren Gehminuten trifft man auf einen Wanderweg, der von Schachen/Grundlsee heraufführt. Man folgt der Beschilderung zum Lahngangsee bzw. Pühringerhütte. Anschließend passiert man die Wiesenflächen beim Kanzlermoos, ehe der Weg durch den Mischwald kontinuierlich ansteigend zum Draussengatterl führt.
Hier muss man wenige Meter absteigen (Seilsicherung vorhanden), danach folgt der Anstieg durch das Kar zum Vorderen Lahngangsee. Hier lädt eine Trinkwasserquelle am süd-westlichen Ufer zu einer ausgiebigen Pause ein.

Nun führt der Wanderweg knapp oberhalb des Sees weiter zu den Almhütten bei der Elmgrube. Dort verlässt man den Weg zur Pühringerhütte und zweigt links in das breite Kar in Richtung Abblasbühel bzw. Albert-Appel-Haus ab. Bald erreicht man die Waldgrenze und der schottrige Weg führt zwischen Latschen und anderen niedrigen Gewächsen empor. Kurz vor Erreichen des Abblasbühels befindet sich eine weitere, wichtige Wasserquelle. Auch die Wegkreuzung zum direkten Anstieg des Wildgößl befindet sich in diesem Bereich.
Bei dieser Tourenvariante folgt man aber dem markierten Weg zum Albert-Appel-Haus bis zur Wies’Lacke. Vorbei an der Abzweigung zum Grießkarsteig wandert man ohne nennenswerte Höhenänderung zu diesem kleinen Gebirgssee. Hier kann man erstmals das Hochplateau des westlichen Toten Gebirge einsehen.
Am Ende der Wies’Lacke befindet sich nun die entscheidende Wegkreuzung. 45 Minuten bis zum Wildgößl zeigt der Wegweiser an. Der Pfad wird jetzt deutlich steiler und schmaler, die Markierungen sind teilweise nur noch sehr schwach sichtbar. Dennoch sind fast immer deutliche Steigspuren auf den felsigen Bergrücken vorhanden. Im oberen Bereich befinden sich zusätzlich noch ein paar Stoamandl, die die Wegfindung erleichtern. Hat man den Gipfel des Wildgößl erstmal erreicht, kann man die wunderschöne Aussicht in die Weiten des Toten Gebirges genießen. Leider befindet sich am Wildgößl (2062m) kein Gipfelkreuz, sondern nur ein Steinhaufen mit Gipfelbuch. Auch das nächste Ziel, der Salzofen, ist schon zum Greifen nahe.
Als nächstes steigt man in den Sattel ab, wo sich auch die Abzweigung zum Abblasbühel befindet. Dort wandert man aber in südlicher Richtung dem Weg 213 entlang. Nach nur wenigen Gehminuten verlässt man den markierten Wanderweg und folgt den deutlichen Steigspuren zum Salzofen. Der grasbewachsene Hang lässt sich ohne große Probleme bewältigen. Nun hat man den höchsten Punkt dieser Tour erreicht. Der 2070m hohe Salzofen besitzt leider auch kein Gipfelkreuz, dafür einen noch größeren Steinhaufen samt Gipfelbuch. Elm, Rotgschirr, Dachstein sowie viele andere bekannte Gipfel sind von hier aus zu sehen und machen Lust auf mehr. Auch die Pührigerhütte sowie der Elmsee sind ganz nah.

Karte und Details

Höhenmeter

1900 m

Dauer

10,5 Stunden

Länge

23 km

Gipfel

Wildgößl 2062m
Salzofen 2070m

Schutzhütten

Keine

Beim Abstieg folgt man wieder der schmalen, aber deutlichen Pfad bis zum markierten Weg 213. Von dort wandert man sanft bergab, auch die Vegitation wird hierbei immer höher. Der Weg führt oberhalb der Graswand in Richtung Aiblsattel. Der beeindruckende Tiefblick auf den Vorderen Lahngangsee ist ein besonderes Highlight. Kurz vor Erreichen des Gegenanstieges zum Aiblsattl befindet sich die Abzweigung zum Dreibrüdersee. Dieser ist etwa 800m entfernt und liegt 100hm tiefer. Wer noch ausreichend Kraftreserven hat, sollte sich dieses Naturjuwel nicht entgehen lassen.
Der kurze Gegenanstieg beim Aiblsattl ist schnell überwunden. Hier zweigt auch der unmarkierte Steig auf den Dreibrüderkogel ab. Wenige Höhenmeter unterhalb des Sattels befindet sich eine weitere Trinkwasserquelle.
Nun erfolgt der Abstieg zur Gößler Alm und weiter durch den Hochwald hinunter Gößler-Schwaiber-Alm. Dort trifft man auf den bereits bekannten Ausstiegsweg. Auch hier kann man geniale Tiefblicke zum Grundlsee genießen.
Wichtig: Auf dem breiten, mit größeren Steinen übersäten Fußweg nicht die Abzweigung nach Gößl verpassen!

Fazit: Lange Tour mit vielen Höhenmetern , welche das Facettenreichtum des Toten Gebirges widerspiegelt. Die Nutzung der Wasserquellen ist notwendig, da keine bewirtschaftete Hütte am Weg liegt.