Frauenkopf – Schober

Die Wanderung auf den Frauenkopf (1304m) und den Schober (1328m) ist eine anspruchsvolle Wandertour, die nur für geübte Wanderer empfehlenswert ist. Ein gewisses Maß an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist unbedingt erforderlich.  Von den beiden Gipfeln aus hat man eine herrliche Aussicht über die zahlreichen Seen und Gipfeln der Umgebung. Aufgrund des kürzeren Anstieges von der Ruine Wartenfels sind die Gipfel jedoch auch unter der Woche stark frequentiert.

Ausgangspunkt dieser Tour ist der Parkplatz des Standbades in Fuschl am See. Der gebührenpflichtige Parkplatz bietet ausreichend Parkfläche. Von dort aus folgt man der Beschilderung den See entlang in Richtung Norden. Der markante Gipfel des Frauenkopfes ist hier immer im Blickfeld. Kurz nach der Strandpromenade quert man die Straße und wandert auf einer Schotterstraße in den Wald hinein.  Nach weniger Minuten erreicht man einen Golfplatz, welcher sich in den sanft ansteigenden Hang einbettet.  Nun hat man schon ein paar Meter an Höhe gewonnen und kann den Blick auf den See genießen.

Jetzt folgt man der Markierung auf einem gut angelegten Waldweg  zum Forsthaus Wartenfels, wo sich ein Gasthaus, sowie ein weiterer Parkplatz befinden. Von dort aus starten die meisten Gipfelstürmer.  Der schmale Pfad zum Frauenkopf schlängelt sich in südöstlicher Richtung den dicht bewaldeten Hang empor, ehe man eine Forststraße quert. Hier befindet sich ein weiterer Wegweiser sowie ein rotes Hinweisschild mit dem Aufdruck: SCHWER – NUR FÜR GEÜBTE. Von nun an geht es über den gut angelegten Wanderweg über zahlreiche Serpentinen empor. Man gewinnt schnell an Höhe, das Gelände wird felsiger und die Bäume weniger.
Unzählige angelegte Holztreppen erleichtern hier den Aufstieg. Wenig später hat am den Gipfel des Frauenkopf erreicht und kann die tolle Aussicht genießen. Ein atemberaubender Blick zum Fuschlsee entlohnt die Mühen des Aufstieges.  Nun sieht man auch den zweiten Gipfel der Tour, den 1328m hohen Schober.  Hier befindet sich wenige Meter unterhalb des Gipfels die als Notunterkunft errichtete Schoberhütte.
Die letzten Meter sind mit Seilen gesichert und Trittstifte versehen.
Vom Gipfelplateau aus hat man eine hervorragende Fernsicht bis weit in das Innviertel hinein und die vielen umliegenden Gipfel machen Lust auf weitere Bergtouren.

Karte und Details

Höhenmeter

730 m

Dauer

5 Stunden

Länge

8,5 km

Gipfel

Frauenkopf 1304m
Schober 1328m

Schutzhütten

Keine

Beim Abstieg ist nun der steile und felsige Gipfelaufbau des Schobers zu überwinden. Die ausgesetzten Stellen sind mit Seilen und Trittstiften ausreichend gesichert, bei Nässe oder Schnee ist hier aber besondere Vorsicht geboten. Nach einer Weile wird das Gelände wieder einfacher und die die versicherten Stellen weniger. Ähnlich wie beim Aufstieg geht es in zahlreichen Serpentinen durch den Nadelwald abwärts. Zwischendurch führt der Pfad wieder über eine steilere Passage mit losem Gestein hinunter, hier ist vor allem kurz nach der Schneeschmelze der Wanderweg meist beschädigt und renovier bedürftig.
In diesem Bereich ist jedoch der Tiefblick zur Ruine Wartenfels besonders genial.  Nach dieser letzten, schwierigeren Stelle hat man es fast geschafft und erreicht kurze Zeit später die 1981 sanierte Ruine. Von dort aus führt ein breit angelegter Weg zurück zum Forsthaus Wartenfels, wo sich ein Gasthaus befindet und zur Einkehr einlädt. Abschießend führt die Wanderung über den bereits vom Aufstieg bekannten Weg die rund 2,5 Kilometer zurück nach Fuschl.

Fazit: Kurze, anspruchsvolle Tour mit grandioser Aussicht.