Höllkogel – Feuerkogel – Kaiserweg

Der Große Höllkogel ist mit 1862m der höchste Gipfel im Höllengebirge. Die gängigste Aufstiegsvariante erfolgt über die Seilbahn am Feuerkogel zur Riederhütte und danach zum Gipfel. Vor allem der Weg zur Riederhütte ist bei Schönwetter und auch unter der Woche gut frequentiert und ohne Schwierigkeiten begehbar.
Achtung: Die hier beschriebene Variante ist jedoch eine Kombination von mehreren Bergtouren, die als Tagestour nur Personen mit extremer Ausdauer, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit zugetraut werden kann. Es empfiehlt sich eine Übernachtung auf der Riederhütte oder auf einer der zahlreichen Hütten am Feuerkogel, da es rund 26km Wegstrecke und 2100 Höhenmeter zu überwinden gilt.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz neben der Bundesstraße in Ebensee – Langwies. Von dort aus führt eine Forststraße hinter dem „Naturmuseum Salzkammergut“ in den Wald hinein. Man wandert entlang des Aritzbaches Tal einwärts bis man das meist ausgetrocknete Bachbett überqueren muss. Der Weg wird nun schmäler und führt in Kehren bis zu einer weiteren Forststraße hinauf. Nun folgt man der Markierung durch den Hochwald bis zur nicht bewirtschafteten Spitzalm.  Dieser steile Abschnitt ist geprägt von unzähligen Serpentinen und teilweise niedriger Vegetation. Schattenspendende Bäume sind nur im ganz unteren bzw. oberen Bereich vorhanden.

Bei der Spitzalm befindet sich auch eine Weggabelung. Entweder man wandert in Richtung Riederhütte oder über den Kaiserweg zum Feuerkogel – wir folgen der Markierung zur Riederhütte. Schnell erreicht man die Baumgrenze und der Blick auf das Dachsteinmassiv wird frei. Zwischen Felsen und Latschen führt der Weg durch die Haselwaldgasse bis zur Höllkogelgrube. Altschneefelder sind in diesem Bereich bis in den Sommer hinein vorhanden und somit mit Vorsicht zu genießen.
Die letzten 200 Höhenmeter hinauf zum großen Höllkogel (1862) und dann darf man die unbeschreibliche Fernsicht genießen. Der Blick auf das Tote Gebirge, den Dachstein, den Schafberg und auf die vielen anderen Gipfeln macht Lust auf weitere Bergtouren. Nach einer ausgiebigen Pause steigt man zur Riederhütte ab.
Von dort aus folgt man dem stark frequentierten Weg zum Feuerkogel. Zahlreiche kleine Höhlen und Dolinen befinden sich abseits, aber in Sichtweite des Wanderweges. Noch bevor man das Hochplateau am Feuerkogel erreicht, biegt man links zum Alberfeldkogel (1707m) ab. Ein letzter, steiler Anstieg, danach hat man den zweiten und letzten Gipfel der Tour erreicht.  Beim Abstieg zum Feuerkogel umrundet man den Heumahdgupf und erreicht nach kurzer Zeit die zahlreichen Hütte nahe der Bergstation der Feuerkogelseilbahn.

Karte und Details

Höhenmeter

2100 m

Dauer

13 Stunden

Länge

26 km

Gipfel

Höllkogel 1862m
Alberfeldkogel 1707m
Feuerkogel 1592m

Nun hat man, wenn man die Kilometeranzahl betrachtet etwa 60% der Wegstrecke bewältigt.
Nach einer kurzen Pause startet man in den finalen, aber auch gefährlicheren Teil dieser Bergtour – dem Kaiserweg. Am Hochplateau, wo der Massentourismus stattfindet, sucht man die Beschilderung zum Kaiserweg vergebens. Zu hoch erscheint wohl das Risiko, dass sich Besucher ohne entsprechender Ausrüstung und alpiner Erfahrung sich in unwegsames Gelände begeben.
Zuerst wandert man auf einem breiten Wanderweg in Richtung Helmeskogel. Erst kurz vor dem Gipfel findet man die etwas versteckt liegende, aber beschriftete Abzweigung zum Kaiserweg. Durch Latschengassen steigt man unter dem Helmeskogel hinab in eine schluchtähnliche Felsformation. Loses Gestein erschwert den Abstieg. Danach schlängelt sich der Steig auf einer Seehöhe von etwa 1400m bis zu einer Felswand bei der Ofenhöhe. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier absolute Voraussetzung. Unter normalen Bedingungen sollte die Überwindung der Felswand für den geübten Alpinisten keine allzu große Schwierigkeit darstellen. Der Abschnitt ist mit Stahlseilen gesichert, im Frühjahr nach der Schneeschmelze oder nach heftigen Gewittern und Unwettern jedoch mit Vorsicht zu genießen. Bei der Begehung im Juni 2017 fehlten im oberen Bereich rund 6 Meter Seil aufgrund Felssturz oder Blitzschlag. Ein Passieren der Stelle war aber möglich.
Nach dieser Schlüsselstelle führt der Pfad wieder durch Latschengassen in den Hochwald zur Spitzalm zurück. Nun hat man es fast geschafft und wandert den schon zuvor hinauf gegangenen Weg wieder hinunter zum Ausgangspunkt.

Fazit: Wunderschöne Tour mit herrlichem Ausblick und unterschiedlichen Wegverhältnissen. Aufgrund der Länge und der vielen Höhenmeter jedoch nicht für jedermann geeignet.